Karriere in der Bundeswehr

Die Stufen der Karriere als Offizier

Die Karriere als Offizier in der Bundeswehr sieht die unterschiedlichsten Abschnitte vor, die – zusammen mit den persönlichen und privaten Entwicklungen – dazu führen, dass man sich mit immer wieder wechselnden Themen beschäftigt und ständig neue Dinge hinzu kommen, die einem beruflich und privat wichtig sind. Jede neue Karrierestufe in der Bundeswehr bedeutet auch eine Verschiebung der Bedürfnisse im Hinblick auf die eigene Absicherung und Finanzen.

Offizier-Finanzen stellt im Folgenden die wichtigsten Stufen in der Karriere eines Offiziers dar und gibt nützliche Hinweise zu den jeweils wichtigen Finanzthemen. Die besonderen Karriereaspekte und Absicherungsbedürfnisse für Berufssoldaten und Ärzte bei der Bundeswehr stehen unter Punkt 6. und 7. am Ende.

1. Der Diensteintritt

Mit Beginn des Dienstverhältnisses als Offiziersanwärter der Bundeswehr beginnt für die meisten jungen Soldaten auch der Start ins Berufsleben. Vieles ist neu und man muss sich erst an die speziellen Arbeitsbedingungen, die unbekannten Umgebungen und die Welt der Bundeswehr hinein finden. Mit der Vereidigung zum Soldat auf Zeit fließt auch das erste richtige Entgelt in die Taschen der Soldaten. Allerdings ist auf Grund der Ausbildungsdichte und den vielen neuen Eindrücken meist noch keine Zeit, sich intensiver mit den eigenen Finanzen auseinander zu setzen.

Wichtige Themen: Pflegepflichtvers., Diensthaftpflichtvers., Aufbau
eines Notgroschens

(Tipp: Es ist ratsam, Absicherungen mit Risikoprüfung (Gesund-
heitszustand) gleich so früh wie möglich abzuschließen, damit durch
später hinzu gekommene Krankheiten, Verletzungen und Beschwerden
keine Nachteile für den Versicherungsschutz entstehen; deshalb auch
hier bereits interessant: Berufsunfähigkeitsversicherung und
Anwartschaft)

2. Die Universität

Die Bundeswehr Karriere als Offizier sieht auch ein universitäres Studium vor. Das Studium an einer der beiden Bundeswehr Universitäten in Hamburg und München (Neubiberg) bedeutet auch die erste längere Stehzeit an einem Standort für die Offiziersanwärter. Gleichzeitig taucht der junge Soldat nach gut einem Jahr zum einen in eine akademische Umgebung und zum anderen aus der reinen Bundeswehr Welt in ein eher ziviles Umfeld mit Nähe zu Deutschlands größten Städten ein.

Dies bringt selbstverständlich eine große Abwechselung und bietet neben dem geistigen Wachsen auch die Chance auf eine deutliche charakterliche Entwicklung, da nun Selbstorganisation und Lernpraxis sowie (je nach Studiengang) Weiterbildung der sozialen Kompetenzen auf dem Programm stehen.

Die Universität bietet jedoch auch eine gute Gelegenheit, sich einmal grundsätzlich mit den eigenen Finanzen auseinander zu setzen und ein Finanzkonzept aufzustellen, dass fit und sicher für die Zukunft macht.

Wichtige Themen: Konzeptionelle Finanzberatung, schließen von Lücken

(Tipp: Beim langfristigen Sparen kommt es maßgeblich darauf an
rechtzeitig damit anzufangen, um den Zinseszinseffekt optimal aus zu
nutzen. Deshalb sollte das Thema Sparen und Vorsorge bereits am Anfang
des Berufslebens abgehakt werden. Im Übrigen betrifft das Thema
private Ruhestandsvorsorge auch Berufssoldaten)

3. Der Offizierlehrgang

Nach Abschluss des Studiums folgt der zweite Teil der Offizierausbildung an den jeweiligen Schulen und Standorten. Nun beginnt wieder die Zeit des Reisens und der militärischen Prägung.

Neben den Fach- und Führungsthemen steht nun auch mehr die Auseinandersetzung mit dem gewählten Beruf, der daraus entstehenden Verantwortung und den möglichen Chancen innerhalb der Bundeswehr im Vordergrund. Mit Sicherheit ist dies einer der wichtigsten Abschnitte der Bundeswehr Karriere.

Wichtige Themen: In der Regel keine speziellen

4. Der Truppendienst

Die Zeit der Ausbildung ist vorbei. Ab jetzt heißt es, die Frau oder den Mann in der Truppe stehen und in der jeweiligen Verwendung führen, organisieren, ausbilden und Verantwortung tragen, aber vor allem: Vorbild sein!

Mit dem Wechsel in die Truppe denken viele Kameraden auch das erste Mal über eine längerfristge Lebensplanung nach. Nun kann auf Grund der relativ langen Stehzeit auch das Privatleben besser geordnet werden: Die erste richtige Wohnung, mit dem Partner zusammen ziehen und über die Zukunft nachdenken.

Allerdings bedeutet dies auch, dass für viele Kameraden auch die Zeit der Auslandseinsätze gekommen ist. Spätestens hier rückt in der Bundeswehr Karriere das intensive Nachdenken über die finanzielle Rückendeckung oder sogar die Absicherung der Angehörigen in den Fokus.

Wichtige Themen: Hausratvers., Überprüfung des Konzepts, Absicherung
des Partners, Vermögensaufbau

5. Das Ausscheiden

Sollte sich der Zeitsoldat nicht für eine langfristige Karriere in der Bundeswehr und damit für den Berufssoldaten entscheiden, endet für ihn die Bundeswehr Karriere als Offizier und er scheidet nach der regulären Dienstzeit aus der Bundsewehr aus. Nun muss er sich auf dem zivilen Arbeitsmarkt bewähren. Anfang 30, Akademiker und hervorragend ausgebildet stellen Offiziere der Bundeswehr begehrte Mitarbeiter für viele Unternehmen dar.

Mit dem Statuswechsel steht jedoch auch ein Bruch innerhalb der finanziellen Planung ins Haus. Viele Dinge müssen angepasst und überprüft werden. Häufig ist auch ein weiterer Umzug zum zukünfitgen Arbeitsplatz notwendig.

Wichtige Themen: Krankenversicherung (gesetzlich oder privat?),
Anpassung des Konzepts, Eintritt ins Sozialversicherungssystem,
Vermögensaufbau

(Tipp: Wenn man den richtigen Job erwischt und sich nicht unter Wert
verkauft, schafft ein ausgeschiedener Offizier in der Regel auch
gleich den Gehaltssprung über die Jahresarbeitsentgeltgrenze und
kann sich somit dirket privat krankenversichern)

6. Der Berufssoldat

Entscheidet sich der Soldat auf Zeit für eine langfristige Karriere in der Bundeswehr und wird Berufssoldat, ist das restliche (Arbeits-) Leben festgelegt. Häufige Umzüge, Lehrgänge, Einsätze und das regelmäßige Einstellen auf neue Herausforderungen bestimmen fortan das Berufsleben.

In der Regel wird für den Berufssoldaten irgendwann die konkrete Familienplanung und der Erwerb eines Eigenheims ein wichtiges Thema. Im weiteren Berufsleben stellt sich irgendwann auch die Frage, wird das Geld auch im Alter reichen? Wer dann schon am Anfang der Bundeswehr Karriere das richtige Vorsorgeprodukt abgeschlossen und regelmäßig bespart hat, kann sich hier entspannt zurücklehnen.

Wichtige Themen: Absicherung der Angehörigen und Kindervorsorge,
Finanzierung, Ruhestandsplanug

7. Ärzte in der Bundeswehr

Eine besondere Stellung als Soldat haben die Ärzte in der Bundeswehr. Zwar erfolgt die militärische Ausbildung wie bei den anderen Teilstreitkräften in der Truppe, jedoch gehen die angehenden Ärzte zum Studieren an eine zivile Universität und führen dort ein beinahe ganz normales Studentenleben wie ihre zivilen Kommilitonen.

Da sie somit i. d. R. viel früher als alle anderen Offiziersanwärter eine richtige Wohnung haben, nimmt die Absicherung des eigenen Hausrates bereits im Studium einen wichtigen Stellenwert ein.

Weiterhin folgen mit den ersten Praktika und der Approbation sowie spätestens mit der Aufnahme der ersten richtigen Arzttätigkeit als Assistenzarzt die Fragen nach der Haftung für Arztfehler und dem Schutz bei möglichen Rechtsstreitigkeiten.

Wichtige Themen neben den allg. Soldatenthemen: 
- Hausratversicherung (bereits im Studium)
- Berufshaftpflicht
- Spezialstrafrechtschutz

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